txtr Beagle: 5-Zoll eBook Reader mit Sympathiebonus

Beagle

Ein technisches Gerät nach einem niedlichen Hund benennen ist eine Sache, das Gerät vom Sympathieträger zur Kindle-Alternative zu machen, eine ganz andere. Habe ich in der letzten Woche noch das perspektivisch zu fristende Nischendasein von eReadern vs. Tablets beschrien, schauen wir uns heute mal an, ob’s nicht doch ein ansehnliches Marktsegment für die Lesegeräte gibt, die eben auch nur das sind: Lesegeräte.

Die Berliner von txtr tauchen seit über zwei Jahren dann und wann in den einschlägigen News auf und immer wieder kam es zur Verzögerung der Launches ihres eigenen Lesegerätes, während die Apps in den Stores gut liefen. Das ist normal, wenn eine junge Firma was ganz neues macht und darum soll es auch nicht gehen, sondern schlichtweg um die Frage: was kann der neue Reader, stimmt die Mähr vom subventionierten Kampfpreis 10€ und – warum heißt das Ding Beagle?

Der Reader namens txtr Beagle soll Gerüchten zufolge für läppische 10€ oder sogar gratis erhältlich sein – als Beigabe zu höherpreisigen Smartphones und Handyverträgen, subventioniert durch den jeweiligen Mobilfunk-Anbieter – die Verhandlungen hierzu laufen wohl seit der IFA 2012 aber so richtig hört man noch nichts munkeln. Zu den technischen Details allerdings gibt es Gemunkel:

Der Txtr Beagle kommt mit einem 5 inch e-Ink Vizplex Bildschirm in 800 x 600 Auflösung und 8 Graustufen – wenig, normal sind heute 16. Das fertige Produkt soll mit eInk Pearl ausgestattet sein und dann auch entsprechende 16 Graustufen und ziemlich brillante TExte liefern . 4 GB Interner Speicher plus mindestens 5 eBooks im Cache sind wenig aber ausreichend – die wenigsten Menschen lesen mehr als 200 Bücher gleichzeitig, nicht?

Eine AA Energizer Lithium Ionen Batterie soll den Beagle ein Jahr lang am Laufen halten und die ansonsten spärliche Ausstettung wettmachen: WIFI, Mini oder Micro USB ports bzw. einen zusätzlichen SD Slot sucht man vergebens. Dafür ist der Beagle ein echtes Leichtgewicht  und laut Webseite der leichteste seiner Klasse. Das stimmt nicht ganz, denn der  Wexler Flex One wiegt noch mal 17 Gramm weniger aber mit 128 Gramm ist der Beagle im forderen Feld gut aufgestellt. Bluetooth ist allerdings vorhanden und ermöglicht die Synchronisieren von eBooks von Smartphone/Tablet zum Reader. Immerhin. Die farbenfrohen Rückabdeckungen sind austauschbar und in 5 Farben erhältlich: Jade, Grapefruit, Lila, Türkies und Schwarz. Das Wechseln scheint einige Schwierigkeiten zu bereiten, muss aber wohl auch nicht täglich sein:

Der Beagle ist genau das, was draufsteht: ein eReader. Es gibt im ganzen drei Knöpfe (vor, zurück und Home) und mit einem Klick auf’s Cover ist man im Buch. Das Lesen läuft laut Testbericht der eGoods flüssig und ohne lange Ladezeiten für die Bücher, der Reader liegt toll in der Hand und die Beleuchtung ist stimmig. Allerdings dauert das Blättern länger als bei den meisten anderen Readern nicht so lange: anstatt wie der Beagle jede Seite neu zu Cachen, haben sie immer Pakete von 8 oder 16 Seiten in der Ablage und man hat daher wesentlich weniger Unterbrechungen. Mit der Zeit (das kennen wir vom Oyo und anderen Vorgängermodellen) wahnsinnig nervig. Geübte eLeser werden auch die mittlerweile gängigen Funktionen “Schriftgröße und Schrift anpassen”, “Laufweite anpassen”, “Markieren” und “Notizen anlegen” vermissen – der Beagle bleibt plein&simple. Für “umsonst” eine funktionale und mit Vorfreude erwartete Alternative.

Warum heißt das Ding Beagle? Wikipedia sagt zur Etymologie des Wortes “Beagle” folgendes: Der Ursprung des Wortes Beagle ist nicht eindeutig geklärt. Es ist möglich, dass das Wort vom französischen Begriff begueule abgeleitet wurde, was so viel wie geöffnete Kehle oder lautes Maul bzw. Großmaul bedeutet. (…) Genauso wäre auch die alte englische, französische oder walisische Bezeichnung beag möglich, was so viel wie klein bedeutet. Aha!

txtr beagle from txtr on Vimeo.

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